Die Magie des Schönen – Sie werden auf eine Initiationsreise entführt, in die Tiefe des Tons. Die Verzauberung ist total. Wenn Shostakowitsch mit solcher Präzision interpretiert wird, dann wird die Quintessenz der Schönheit erreicht. Dies ergibt eine völlig gemeisterte Technik und den seidenen Ton eines Quartetts, den man von den ersten Takten an nur vom Hören sofort erkennt.

Das herausragende Ludwig Quartett ist endgültig mit der Musik seiner Zeit verbunden. Es versteht es, aus Instinkt und dank seiner Kultur, die Wurzeln des Meisterwerkes von Dutilleux wiederzufinden.

Zum Schluss seines Konzertes hat das Ludwig Quartett eine glänzende Interpretation des Ravelquartetts gespielt. Viele Quartette sind der Meinung, dass eine wie ein Rasiermesser  scharfe Genauigkeit und Intonation reichen. Es freut mich, sagen zu können, dass die Ludwigs nicht dazu gehören. Sie besitzen alle erwähnten Qualitäten, und darüber hinaus, bringen sie einen heutzutage allzu seltenen sanften Ton ein.

Das Ludwig Quartett zählt zweifelsohne zu den besten Ensembles seiner Zeit. In der Lyrischen Suite von Berg demonstrieren sie ihr Verständnis für diese Musik ganz offensichtlich.

“Cocoriconnivence”

In dieser Interpretation nimmt man Augenblicke reinen Einverständnisses und starker Gemeinsamkeit wahr. Als vergäßen die Musiker ihr Ego und hörten einander zu, um in die gleiche Richtung zu schauen.

© 2015 Quatuor Ludwig

crédit photos : Etienne Charbonnier